Lichtorgel mit Mikrofon und Leistungsausgang

Veröffentlicht: 22. Oktober 2006 (Zuletzt geändert am 20. Juli 2019)
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Enthalten in einer Kategorie: Elektronik

Eine Lichtorgel visualisiert akustische Signale indem je nach Tonhöhe verschieden farbige Lampen aufleuchten. Diese Lichtorgel ist unterteilt das akustische Signal in drei frei einstellbare Kanäle. Zur Aufnahme des Signals dient ein kleines Mikrofon. Am Ausgang befinden sich drei Jumbo-LEDs, die über einen Leistungsausgang mit bis zu 9 Glühlampen unterstützt werden können.

Eins muss vorweg gesagt werden:
Die Herstellung und Inbetriebnahme dieser Schaltungen geschieht auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Ansprüche bei verursachten Schäden oder einem Unfall. Arbeiten Sie ruhig, bedacht und vorsichtig. Diese Schaltung bietet keine galvanische Trennung zum Netz! Es ist daher enorm wichtig, dass Sie den Netzstecker entfernen, wenn Sie an der Schaltung arbeiten. Außerdem muss die Leiterplatte in ein Gehäuse der Schutzklasse 2 gebaut werden. Ein Plastikgehäuse ist dafür am Besten geeignet.

Schaltplan der LichtorgelVergrößern
Schaltplan der Lichtorgel

Schaltplan:
Über einen Kondensator wird dem Netz Spannung entnommen. Diese wird gleichgerichtet, stabilisiert und zwei NF-Verstärkern zugeführt. Das vom eingebauten Mikrofon aufgenommene Signal wird verstärkt und auf RC-Kombinationen geleitet. Dort wird das gesamte Frequenzspektrum in Höhen, Mitten und Tiefen einstellbar aufgeteilt. Über drei Thyristoren TIC 106 werden die Leistungsbereiche, in dem sich jeweils eine Jumbo-LED sowie eine gesteuerte Last (z.B. eine Glühlampe) befinden, frequenzabhängig angesteuert. Den Schaltplan habe ich als Grafik, pdf-Dokument oder im sPlan-Format in ein zip-Archiv gepackt. Um die sPlan-Datei zu öffnen, benötigen Sie den kostenlosen Viewer der Firma Abacom (nur Windows, keine Installation notwendig).

Draufsicht auf die Platine im GehäuseVergrößern
Draufsicht auf die Platine im Gehäuse

Layout:
Die Abmaße der Platine betragen 100 x 120 mm. Als Material wurde eine, mit Fotolack beschichtete, Platine verwendet. Ein Nachbau auf einer Lochrasterplatine dürfte aber problemlos möglich sein. Das Layout befindet sich im bereitgestellten zip-Archiv wie auch der Schaltplan als Grafik, pdf-Dokument oder als SprintLayout-Datei beziehen. Für Letzteres benötigen Sie den ebenfalls kostenfreien Layout-Viewer der Firma Abacom.

Herstellung:
Die Platine wird in einem Belichtungsgerät belichtet und anschließend geätzt. Ist der aufgetragene Lötlack getrocknet, kann die Platine mit allen Bauelementen (Stückliste) bestückt werden. Ich habe die 10 mH Spule selbst gewickelt. Es gibt aber auch reichlich Spulen zu kaufen. Das Layout ist an eine mittelgroße EURO-Box von Conrad angepasst, für die Sie entsprechende Aussparungen für Potentiometer und LEDs herstellen müssen. Als externes Gehäuse für je drei Glühlampen habe ich ein Papprohr abgeschnitten und mit schwarzer Folie außen bzw. mit weißer Folie innen beklebt. Danach drei Lampenfassungen innen angebracht und Kabelverbindungen zur Elektronik hergestellt. Die Anschlüsse an der Platine sind leider etwas eng bemessen, ggf. nutzen Sie Lüsterklemmen zur Verteilung.

Die fertige Lichtorgel samt Glühlampen.Vergrößern
Die fertige Lichtorgel samt Glühlampen.

Dieser Artikel wurde bereits 2006, damals auf der ersten Version von redpiramide.de veröffentlicht. Das hier gezeigte Gerät stammt aus meiner Lehrzeit und ist immer noch funktionstüchtig und kommt regelmäßig auf der ein oder anderen Party zum Einsatz. Die verwendeten Bauteile sollten auch heute noch verfügbar sein. Viel Spaß beim Nachbauen!




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